Thursday, November 27, 2014

Gender quota on electoral lists



Here is an article I have written with Philippe Meyers and others in which we propose arguments against introducting a gender quota on electorial lists.
Die Wähler sollen entscheiden – und nicht eine Zwangsquote  
Vor drei Wochen haben wir eine Petition für die absolute Freiheit der Parteien bei der Besetzung ihrer Wahllisten eingereicht oder unterstützt. Wir reagieren hiermit auf einen Gesetzesentwurf des Ministeriums für Chancengleichheit zur Kürzung der Finanzhilfen für Parteien, die eine Geschlechterquote von vierzig Prozent nicht einhalten. Eine Reduzierung der Parteienfinanzierung um 75 Prozent hat dramatische Folgen für Parteien, die die sehr hohe 40-Prozent-Hürde nicht erreichen. Eine Partei, die ihr gesamtes Personal mit dieser Unterstützung bezahlt, müsste drei Viertel aller Leute entlassen. Dadurch wird die politische Handlungsfähigkeit einer solchen Partei drastisch beschnitten. Kleine Parteien

Saturday, November 23, 2013

Does climate change cause typhoons?



Wider die Panikmache bei Taifunen, Hurrikane und anderen Klimaängsten.

Im LW-Leitartikel vom 15. November gibt Herr Claude Feyereisen dem Klimawandel sowie den Menschen als  dessen Verursacher die Schuld am Taifun Haiyan, der mehreren Tausend Menschen auf den Philippinen das Leben kostete und Abertausende obdachlos machte. Aber wo sind seine Beweise?
Der Hungerstreik von Yeb Sanio, dem philippinischen Vertreter bei den Klimaverhandlungen, ist herzbrechend als Ausdruck seiner Verzweiflung über die Tragödie in seiner Heimat. Doch ist dies kein Beleg über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Taifunen.
Herr Feyereisen beruft sich auf den Bericht der Organisation Germanwatch. Was er nicht erklärt,  vielleicht auch nicht weiß, ist die Tatsache, dass Germanwatch eine politische Lobbyorganisation ist,  und mitnichten ein Expertengremium. Germanwatch notiert Wetterextreme, registriert deren menschlichen Auswirkungen und direkten ökonomische Verluste. Auf ihrer Web-Seite gesteht die private Organisation ein: „Wenngleich die Auswertungen über die Schäden

Friday, April 12, 2013

Der Freikauf von Cattenom


Here is an article I have written (in German) with Prof Tarrach, Rector of the University Luxembourg, on the nuclear plant Cattenom that is situated close to the Luxembourg border.

Der Freikauf von Cattenom

Unserer Meinung nach gibt es keine Belege dafür, dass Atomstrom mehr Menschenleben pro erzeugter Energiemenge gekostet hat als die meisten anderen Primärenergiequellen, aber diese Diskussion wird ja leider schon seit Jahrzehnten nicht sachlich, sondern dogmatisch geführt. Wahrscheinlich sind es die räumlichen und zeitlichen Besonderheiten von Kernkraftwerksunfällen – sie haben lokale und globale, kurz- und langfristige Auswirkungen – , die sie so unüberschaubar, so unberechenbar und deshalb für viele so furchterregend machen.


Wenn wir nur die höchste Stufe der internationalen Bewertungsskala für nukleare Zwischenfälle nehmen, dann hat es in den vergangenen  40 Jahren zwei solcher Unfälle gegeben: Tschernobyl und Fukushima, also alle 20 Jahre einen Unfall. Sie hatten zur Folge, dass hunderte oder tausende Quadratkilometer verseucht wurden und geräumt werden mussten, manchmal für Jahrzehnte. Für ein großes Land ist es möglicherweise

Wednesday, October 20, 2010

My position on deism, God, and so on

Deism is not inconsistent with everything I have learned about nature and human reality using the scientific method and own experience.

I am a special case in that I am not interested in answering the question, because I feel that I cannot answer and the question itself is ill-defined. But I am interested in showing logical fallacies in people's arguments who have a firm stance.

I am certainly puzzled about our existence, about the origins of the laws of physics, and about consciousness. And I am happy to admit that science cannot currently give answers to these questions and never will for some.

I also believe that the belief of God provides motivation to act and meaning in life. But this effect is not dependent on there being a God.

And I believe that goodness in people is not dependent on whether they believe in a form of God or not.

Monday, May 24, 2010

Warum existiert Homosexualität?

Intended for my Science Column at Tageblatt, but newspaper refused to publish:
Homosexualität ist selten: weit mehr als 90 % der Menschen sind heterosexuell. Homosexuelles Verhalten ist aber auch ein natürliches Phänomen, weil es überall in der Natur, in den meisten Tierarten, vorkommt. Ihre Existenz ist aber kein komplett gelöstes Problem in der Biologie, der Genetik, den Neurowissenschaften und der Psychologie.
Biologen scheint es sehr unwahrscheinlich, dass Homosexualität durch die Umwelt oder soziale Einflüsse entsteht, genauso wenig wie Heterosexualität. Sie scheint angeboren. Aber hier gibt es ein Problem. Zum Beispiel kann Homosexualität keinen starken genetischen Ursprung haben. Nehmen wir an, eine Mutation des Gens 3562B, sozusagen das Gen 356B Version 2, macht Männer schwul. Diese Mutation führt in eine evolutionsbiologische Sackgasse: Der Mann ist schwul, wird also keine Kinder bekommen (oder weniger als andere), und die Mutation wird aussterben! Wir existieren nur, weil unsere Gene sich durch sexuellen Selektionsdruck weiterentwickeln. Jede Mutation, die die Anzahl der Kinder reduziert, reduziert die Anzahl ihrer Kopien.
Wissenschaftler haben zwei mögliche Theorien. Erstens, Homosexualität ist doch erblich: Schwule Männer können ihre Gene indirekt weitergeben, indem sie die Kinder der Geschwister, mit denen sie die Hälfte der DNA teilen, unterstützen und sind zur selben Zeit keine Konkurrenten für andere Männer. Sozusagen wie die sterilen Bienen oder Ameisen. Zweitens, die Einwirkung durch Hormone im Mutterleib steuert die Sexualität des Gehirns. Durch Zufall lief etwas nicht wie geplant oder vielleicht kann die Frau biologisch die Sexualität des Embryos mitbestimmen?
Das klingt alles etwas abstrus, ist aber der heutige Stand. Was man besser versteht, davor hat man weniger Angst. Vor 50 Jahren galt Homosexualität als anormales Verhalten, das behandlungsdürfig und eventuell ansteckend war. Heute nicht mehr. Trotzdem will die Wissenschaft verstehen warum manche Menschen homosexuell sind und warum die meisten nicht.

Sunday, April 18, 2010

Was war vor dem Urknall?

From my Science Column at Tageblatt:
Als Kind und Teenager habe ich mir diese Frage gestellt. Meine Antwort damals: Entweder wurden Welt und Zeit geschaffen oder das Universum ist unendlich alt. Wenn die Welt geschaffen wurde, was war dann vorher? Hat Gott die Zeit und den Urknall erschaffen? Wenn das Universum unendlich alt ist, muss nicht irgendetwas das Universum zum Urknall bewegt haben? Gott? Aber was hat Gott erschaffen? Und was war vor Gott? Weiter kam ich nicht.
Heute denke ich neuropsychophilosophisch darüber. Unser Gehirn ist das Produkt einer Milliarden Jahre langen Anpassung an unsere Welt sowie der Prägung durch unsere Kultur, die es mit Wissen füllt. Instinktiv sucht unser Gehirn immer nach einem Vorher und einer Ursache, und unsere Kultur, darunter die Mathematik verstärkt dieses Kausalitätsdenken. Mit gutem Grund! In der Welt, die wir als Menschen wahrnehmen, gibt es immer eine Zeit und einen Grund. Dies muss nicht

Voodoo Zauber


From my Science Column at Tageblatt:
Ich hatte Sylvester Freunde eingeladen, die zuerst zu- und dann doch abgesagt hatten, weil sie etwas Interessanteres machen wollten: Skifahren. Zur allgemeinen Erheiterung hatte ich am Sylvesterabend zwei Figuren aufgestellt und mit einer Nadel durchstochen. Nach dem allgemein bekannten Prinzip der Voodoomagie. Es hat gewirkt! Wie ich später erfahren habe, wurde sie an dem Abend krank und musste die nächsten drei Tage im Hotelzimmer verbringen. Bin ich jetzt ein Voodoomeister?
Nun wird wohl jeder dieses Ereignis hoffentlich dem Zufall zuschreiben, obwohl die Wahrscheinlichkeit eines Zufalls gering ist. Vielleicht eins zu tausend. Warum nicht? Uri Geller, der Millionen Leute mit seinen Auftritten in Atem hält, gestehen viele eine Geisteskraft zu. Warum? Obwohl die Wahrscheinlichkeit eines Zufalls sehr hoch ist! Nehmen wir seinen Uhrentrick: Er bringt alte Uhren von Geisterhand wieder zum Laufen. Machen Sie die statistische Rechnung! 10 Millionen Zuschauer. 1% von ihnen sucht alte Uhren heraus, es sind also 100.000 Uhren im Spiel. Von den 100.000 Uhren kommt 1% wieder in Gang, es laufen jetzt also 1000 alte Uhren. Und 1% ihrer Besitzer traut sich, voll Begeisterung anzurufen, also 10 Leute. Und eine schreit: „Ja, es hat geklappt! Meine Uhr läuft wieder.“ Die Nation ist begeistert.
Der Denkprozess vieler läuft folgendermaßen ab: Uhr läuft, ich kann es nicht erklären, ich bin aber nicht dumm, es kann also kein Trick sein, also muss es eine andere Kraft sein. Hier liegt ein

Thursday, March 11, 2010

Die Unfehlbarkeit des Klimawandels

From my Science Column at Tageblatt:
Viele Leute sind fest von der menschengemachten Klimaerwärmung überzeugt. Da spiele ich gerne Advocatus Diaboli und verneine. Nach dem ersten Schock, dass ich als Wissenschaftler verneine, fragen sie nach dem Grund. Hierauf antworte ich, dass es nicht an mir ist die Theorie zu widerlegen, sondern an ihnen sie zu beweisen. Ich kann schliesslich auch nicht beweisen, dass ich nicht die Reinkarnation von Nero bin. Die typische Antwort: Es ist richtig, weil es halt so ist. Und weil, ja weil es die Medien sagen, weil Politiker es sagen, weil das UN Klimagremium es sagt und weil die Wissenschaft es sagt. Wenn ich aber nachhake und genaue Beweise will, ist es vorbei. 99,99% sind nur nachplappernde Papageien.

Vor zwei Wochen war ich bei einem abwechselnden Monolog zwischen dem Direktor von Greenpeace und dem bekennenden Klimaskeptiker Robert Goebbels. Letzterer erzählte von seinen Nachforschungen: Das UN-Forum bestehe aus vielen Nicht-Klimaforschern, und der Vorsitzende soll sogar für die indische Bahn als Ingenieur gearbeitet haben.